die Arbeiten können ab sofort im Atelier besichtigt werden

Zur KUNSTmesse:


steht für zeitgenössische Kunst im sakralen Raum.

Über Jahrhunderte hinweg arbeiteten Kunst und Kirche auf engstem Raum zusammen, heute herrscht, warum auch immer, große Distanz. Daß die Fragen der Kunst und die des Glaubens aus ähnlichem Holz geschnitzt sind, hat sich nicht verändert. Letztlich geht es um die zentralen Werte menschlichen Le-bens, um unser Woher und Wohin.

Um dieser alten Tradition wieder Raum zu geben, werden 4 zeitgenössische Künstlerinnen in den kommenden Wo-chen in 4 Weinviertler Pfarrkirchen Bilder und Objekte zu welt-kirchlichen Themen ausstellen. Bei der Eröffnungsmesse wird speziell Bezug zu den ausgestellten Werken genommen - im Anschluß an die Liturgiefeier gibt es die Möglichkeit, während einer Agape mit den Künstlerinnen ins Gespräch zu kommen.

Infos zum Projekt >>

















TEXTE von ANGELUS SILESIUS:
(in Originalsprache)


Wird Christus tausendmahl
zu Bethlehem gebohrn
Und nicht in dir
du bleibst noch Ewiglich verlohrn.



 

 

 



Halt an wo lauffstu hin
der Himmel ist in dir:
Suchstu Gott anderswo
du fehlst Jhn für und für.



 

 

 


Freund so du etwas bist
so bleib doch ja nicht stehn:
Man muß auß einem Licht
fort in das andre gehn.



 

 

 


Wer Gott umb gaben Bitt
der ist gar übel dran:
Er bettet das Geschöpff
und nicht den Schöpffer an.



 

 

 


Die Seel ist ein Kristall
die Gottheit ist ihr schein:
Der Leib in dem Du Lebst
ist ihrer beider schreyn.



 

 


Mensch wenn dein Hertz ein Thal
muß Gott sich drein ergiessen
Und zwar so mildiglich
dass es muß überfliessen.



 

 


Gott gleicht sich einem Brunn
Er fleust gantz mildiglich
Heraus in sein Geschöpff
und bleibet doch in sich.



 

 

 


Ich selbst muß Sonne seyn
ich muß mit meinen Strahlen
Das farbenlose Meer
der ganzen Gottheit mahlen.



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